Diese vorhandene Anlage war mit einem viel zu kleinen Mehrkammerfilter bestückt, die per Aquamax 15000 und Schlauch betrieben wurde.
Bei dieser Installation war klar, warum dieser Teich weder biologisch noch optisch ordentlich sauber wurde.
Mangels Durchsatz durch den Filter, blieb der ganze Schmutz im Teich. Wir haben in Wesseling sehr hartes Leitungswasser, dies begünstigt das Algenwachstum ungemein.
Leider war zur Optimierung dieser Anlage kaum Platz vorhanden, sodass auch der Umbau ein Kompromiss ist, aber besser ging es in diesem Fall nicht.
So sieht der Garten aus, diese Skizze ist allerdings nicht maßstäblich!
Der Teich war mit PVC-Folie gelegt und nur in der Mitte 2 m Tief. Um Volumen zu gewinnen sind die Absätze im Teich auf ein Minimum reduziert worden, sodass nur noch links der kleine Halbkreis eine Flachzone darstellt. Um nicht alles neu machen zu müssen, wurde die Folie in der Mitte aufgeschnitten und später neu verklebt.
Ein Bodenablauf (BA) und ein Skimmer (SK) wurden ebenfalls eingebaut und in entsprechendem Querschnitt zur Siebkammer gelegt. Um die Schwebstoffe zunächst zu entfernen wurde ein Spaltsieb ausgewählt. Hinter dem Spaltsieb steht eine Speck BADU 20/13 Schwimmbadpumpe. Diese drückt das Wasser hoch und in das Filterhaus.
Auf dem 2. Bild sieht man die Frischwasserversorgung mit automatischer Frischwasserzuspeisung.
Weil das Fundament unter dem Filterhaus "Erdbebensicher" betoniert worden war, sahen wir davon ab, den Filter in den Boden zu bauen. Damit hätten wir zwar Förderhöhe gespart, aber durch geschickte Verrohrung hält sich der Verlust in Grenzen.
Mehr Platz für den Filter als das Gartenhaus groß ist, war nicht zur Verfügung, also raus mit dem fertigen Mehrkammerfilter und platzoptimiert einen Zweikammerfilter selber gebaut.
So haben wir nun in dem Gartenhaus eine ca. 1m³ große Bürstenkammer und eine ca. 2m³ große Schwimmbettkammer. Auch hier haben wir durch geschickte Verrohrung den Durchsatz maximiert. So könnte man durch den Einsatz einer stärkeren Pumpe und durch ein anderes Spaltsieb die Umwälzrate noch einmal erhöhen. Der Filter ist gemauert und anschließen mit GFK Material laminiert worden.
Auf dem Bild oben mit der Frischwasserenspeisung sieht man das weit nach oben reichende KG Rohr, das ist das Rohr was hier links aus der Wand kommt. Danach haben wir eine Rückschlagklappe, damit im Falle eines Stromausfalles nicht der ganze Filter leer läuft und den Pumpensumpf flutet. Dann kommt eine Teichheizung und die beiden UV Lampen.
Auf diesem Bild sieht man sehr schön die Bürstenkammer. Hier strömt das Wasser von unten nach oben durch. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man bei der Verwendung von Spaltsieben immer eine zweite Reinigungsstufe gegen Schwebstoffe benötigt. Sonst hat man immer die Gefahr, dass der Biofilter verschmutzt.
Dieses Bild zeigt die biologische Kammer, gefüllt mit 800 l Schwimmfähigem Filtermaterial. Hier haben wir im wesentlichen die blauen Biobälle und unser spezielles Filtermaterial verwendet. Durch die Strömung und Belüftung wird es ständig in Bewegung gehalten, damit abgestorbene Bakterien stehts ausgeschwämmt werden.
Über 2 Rücklaufleitungen geht es dann zurück in den Teich. Die eine wird unterirdisch eingespeist und erzeugt so eine Kreisströmung im Teich, die zweite wird im Sommer genutzt einen Bach zu speisen.
Der Teich wurde ebenfalls mit einer HCl Dosierung ausgestattet um die Fadenalgen einzubremsen.
Durch die vielen Eigenleistungen ist es hier gelungen, sehr kostengünstig das Beste draus zu machen. Ich möchte allerdings ergänzen, das wir manches mal geflucht haben, weil so wenig Platz vorhanden war.
Aber letztlich, nun läuft alles und das Wasser ist super klar. Wenn jetzt auch noch die Fische alle gut aus dem Winter kommen, dann sind alle zufrieden.
Bleibt abschließend noch anzumerken, dass wir das Volumen der Anlage, von 20 auf gute 30m³ durch die Baumaßnahme erhöhen konnten.